Nach einer Woche Nichts-Tun in Las Palmas sind wir am Montag nach El Hierro geflogen. Wir mussten in Teneriffa umsteigen, was auf dem Hinflug auch sehr gut geklappt hat, auf dem Rückflug vorhin hatten leider beide Flugzeuge wetterbedingt Verspätung, was dann irgendwie doch ziemlich nervig war.
Auf El Hierro angekommen haben wir uns erstmal ein Auto organisiert, ohne geht da wirklich gar nichts, und sind dann in den Süden zu unserem Apartment gefahren, das zwar echt hässlich eingerichtet aber günstig und gut gelegen war. Die Orte auf El Hierro sind echt winzig, insgesamt wohnen da wohl 20.000 Menschen. Dementsprechend hatten wir erstmal Schwierigkeiten, einen Supermarkt zu finden^^. Irgendwann haben wir das dann aber doch noch geschafft und haben uns noch kurz an den Strand gelegt und sind dann auch schon ins Bett. Am Dienstag sind wir wandern gegangen, von der Ermita de la virgen de los reyes (winzige Kirche) bis zu El Sabinar, ein Berghang, an dem lauter Bäume wachsen, die wegen des ständigen Windes ganz merkwürdige Formen angenommen haben. Auf dem Weg dorthin sind wir an viel Wald und Feldern vorbeigekommen, hatten zwischendurch Blick auf den ganzen El Golfo, da ist ein großer Teil der Insel einfach ins Meer gerutscht, so dass die Küste jetzt einen riesigen Halb-/Drittelkreis beschreibt.
Wieder bei der Ermita angekommen, kamen wir auf die geniale Idee, wir könnten doch auch noch zum Leuchtturm wandern. Das haben wir dann auch getan, aber hinterher waren wir echt völlig platt. 5,3 km mit 700 Höhenmetern...
Mit ordentlich Muskelkater ging es dann am Mittwoch wieder los, dieses Mal aber wesentlich entspannter, wir sind erstmal um die halbe Insel gefahren und dann einen kleinen Wanderweg durch Vulkanlandschaft bis zu einem Strand, der aus lauter Muschelresten besteht, gelaufen. Da wurden erstmal ein paar Muscheln gesammelt und dann ging es noch zu zwei Aussichtspunkten im Wald und am Ende zu natürlichen Becken in der Nähe von unserer Unterkunft.
Heute konnten wir nicht mehr viel machen, erstens weil wir um zehn vor zwölf wieder zurück fliegen sollten und weil das Wetter im Norden und im Zentrum der Insel einfach zu schlecht war, so dass man vor lauter Nebel und Regen einfach nichts mehr gesehen hat. Generell hängt über dem Gipfel der Insel eigentlich immer eine große Wolke, so dass man oben viel moosbewachsenen Wald hat, in der Mitte Wald, dem man die vielen Waldbrände doch ziemlich ansieht und unten im Süden steinige Küste mit viel Hitze.
Übermorgen geht es schon wieder los, La Palma und La Gomera besuchen, dann haben wir alle Inseln komplett und danach bin ich auch schon fast wieder da :). Bis bald!
P.S.: Die Läuse sind nach einer Woche waschen, die Krise kriegen und Haare kaputt kämmen übrigens alle eliminiert. Sau-ätzend, die Biester!
Donnerstag, 24. Juli 2014
Dienstag, 15. Juli 2014
Lanzarote
Neuigkeiten vorweg: beim Sommercamp haben sich für die zweite Hälfte nicht mal die Hälfte der Kinder angemeldet, weshalb ich nur noch eine Woche hätte arbeiten können, da es Hanna im Kindergarten aber nicht besonders gefallen hat und wir nach einem Jahr mit Kindern irgendwie auch nicht mehr ganz so wild auf arbeiten sind, haben wir beschlossen, aufzuhören und stattdessen gemeinsam nach El Hierro zu reisen und die letzten Ziele, die es hier auf Granne noch zu sehen gibt, abzuklappern.
Ein kleines "Geschenk" habe ich vom Colegio aber noch mitgenommen. Läuse -.- und das nicht zu knapp. Wahrscheinlich habe ich mir die letzte Woche eingefangen, als wir mit den Kindern in der Schule übernachtet haben. Sehr viele Kinder über einen langen Zeitraum in unmittelbarer Nähe und dann auch noch in einem Raum mit sehr vielen Kissen und Schlafsäcken... Die Übernachtung war ziemlich anstrengend, weil wir einfach 30 Stunden am Stück mit den Kiddies zusammen waren. Ich hatte die 1b, die Kleinen haben relativ früh geschlafen, aber der eine meinte dann, er hätte Bauchweh und wolle nach Hause, nachts um drei kam der Nächste, er hätte ins Bett gemacht und um viertel vor sieben waren sie dann alle wieder wach... Jedenfalls stehen meine Klamotten in Tüten verpackt in meinem Zimmer herum, die Waschmaschine läuft auf Dauerschleife und meine Haare sind ein einziges zotteliges Trauerspiel.
Kommen wir zu schöneren Themen. Hanna und ich sind am Freitagabend nach Lanzarote geflogen. Die Binter-Maschinen sind echt gruselig, die haben noch Propeller, sind winzigklein und vor allen Dingen laut. Aber sie bringen einen innerhalb von 40 Minuten zwei Inseln weiter ins Vulkanparadies ;). Ein Auto konnten wir direkt am Flughafen mieten und bis zu unserer Pension in Puerto del Carmen waren es dann nur noch sechs Kilometer. Dort sind wir dann einfach nur noch total fertig in die Betten gefallen. Am Samstag haben wir den Süden unsicher gemacht, mit Kaffee, Baguette und Schokolade bewaffnet ging es erstmal zum Frühstücken nach Playa Quemada und von da weiter nach La Geria, wo in der Vulkanerde sehr mühselig Wein angebaut wird. Für jede Pflanze wird ein Loch gebuddelt und ein halbrundes Mäuerchen errichtet. Ich will gar nicht wissen, was der edle Tropfen dann kostet.
Von da aus sind wir in einem Bogen zum Nationalpark Timanfaya gefahren, wo im 18. Jahrhundert jahrelang immer wieder Vulkane ausgebrochen sind, so dass man heute ein riesiges Lava- und Trümmerfeld, besichtigen kann, das immer wieder von Kratern und Erhebungen durchbrochen wird. Total schön, aber leider nur mit einer 9€ teuren Bustour zu erreichen. Das hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.
Danach ging es weiter nach unten, an den Hervidores vorbei, zu "El Golfo", ein halb im Meer versunkener Krater mit See und sehr beeindruckenden Felsformationen. Dann ging es noch weiter, an den Salzsalinen vorbei bis zu den Papagayostränden, die schönsten Strände, an denen ich bisher gewesen bin, dort wurde gebadet und dann sind wir wieder zurück in die Pension.
Am Sonntag war dann der Norden dran, wo wir erst die "Cueva de los Verdes" besucht haben, eine Höhle, die sich im Inneren eines Vulkanstroms gebildet hat. Eine ziemlich gute Führung und eine "Überraschung" (darf nicht verraten werden, sonst regnet es auf Lanzarote^^) später sind wir weiter Richtung Mirador del Rio gefahren, vorbei an einem riesigen Lavafeld und weißem Strand (Naturbecken, Krebse und Fische inklusive). Vom Mirador aus hat man eine wunderschöne Sicht auf La Graciosa, die nördlichste bewohnte Insel der Kanaren und die zwei Felsinseln dahinter. Zum Schluss sind wir noch zur Isleta gefahren und in die Hauptstadt, die allerdings so verschlafen ist, dass wir ziemliche Schwierigkeiten hatten, nachmittags um fünf ein Restaurant zu finden.
Mit dem Flieger ging es dann wieder zurück und am Flughafen wurde dann sofort der Liveticker eingeschaltet und ins Taxi gesprintet, so dass wir zumindest noch die Verlängerung sehen konnten. Nach Jubel und Abschied von Thommy, der heute geflogen ist, ging es dann nach Hause. Das war's erstmal, ich versuche mal, das eingebildete oder reale Jucken und Kribbeln zu ignorieren und zu schlafen. Gute Nacht! Bis in weniger als einem Monat, wie Wencke heute festgestellt hat.
Ein kleines "Geschenk" habe ich vom Colegio aber noch mitgenommen. Läuse -.- und das nicht zu knapp. Wahrscheinlich habe ich mir die letzte Woche eingefangen, als wir mit den Kindern in der Schule übernachtet haben. Sehr viele Kinder über einen langen Zeitraum in unmittelbarer Nähe und dann auch noch in einem Raum mit sehr vielen Kissen und Schlafsäcken... Die Übernachtung war ziemlich anstrengend, weil wir einfach 30 Stunden am Stück mit den Kiddies zusammen waren. Ich hatte die 1b, die Kleinen haben relativ früh geschlafen, aber der eine meinte dann, er hätte Bauchweh und wolle nach Hause, nachts um drei kam der Nächste, er hätte ins Bett gemacht und um viertel vor sieben waren sie dann alle wieder wach... Jedenfalls stehen meine Klamotten in Tüten verpackt in meinem Zimmer herum, die Waschmaschine läuft auf Dauerschleife und meine Haare sind ein einziges zotteliges Trauerspiel.
Kommen wir zu schöneren Themen. Hanna und ich sind am Freitagabend nach Lanzarote geflogen. Die Binter-Maschinen sind echt gruselig, die haben noch Propeller, sind winzigklein und vor allen Dingen laut. Aber sie bringen einen innerhalb von 40 Minuten zwei Inseln weiter ins Vulkanparadies ;). Ein Auto konnten wir direkt am Flughafen mieten und bis zu unserer Pension in Puerto del Carmen waren es dann nur noch sechs Kilometer. Dort sind wir dann einfach nur noch total fertig in die Betten gefallen. Am Samstag haben wir den Süden unsicher gemacht, mit Kaffee, Baguette und Schokolade bewaffnet ging es erstmal zum Frühstücken nach Playa Quemada und von da weiter nach La Geria, wo in der Vulkanerde sehr mühselig Wein angebaut wird. Für jede Pflanze wird ein Loch gebuddelt und ein halbrundes Mäuerchen errichtet. Ich will gar nicht wissen, was der edle Tropfen dann kostet.
Von da aus sind wir in einem Bogen zum Nationalpark Timanfaya gefahren, wo im 18. Jahrhundert jahrelang immer wieder Vulkane ausgebrochen sind, so dass man heute ein riesiges Lava- und Trümmerfeld, besichtigen kann, das immer wieder von Kratern und Erhebungen durchbrochen wird. Total schön, aber leider nur mit einer 9€ teuren Bustour zu erreichen. Das hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.
Danach ging es weiter nach unten, an den Hervidores vorbei, zu "El Golfo", ein halb im Meer versunkener Krater mit See und sehr beeindruckenden Felsformationen. Dann ging es noch weiter, an den Salzsalinen vorbei bis zu den Papagayostränden, die schönsten Strände, an denen ich bisher gewesen bin, dort wurde gebadet und dann sind wir wieder zurück in die Pension.
Am Sonntag war dann der Norden dran, wo wir erst die "Cueva de los Verdes" besucht haben, eine Höhle, die sich im Inneren eines Vulkanstroms gebildet hat. Eine ziemlich gute Führung und eine "Überraschung" (darf nicht verraten werden, sonst regnet es auf Lanzarote^^) später sind wir weiter Richtung Mirador del Rio gefahren, vorbei an einem riesigen Lavafeld und weißem Strand (Naturbecken, Krebse und Fische inklusive). Vom Mirador aus hat man eine wunderschöne Sicht auf La Graciosa, die nördlichste bewohnte Insel der Kanaren und die zwei Felsinseln dahinter. Zum Schluss sind wir noch zur Isleta gefahren und in die Hauptstadt, die allerdings so verschlafen ist, dass wir ziemliche Schwierigkeiten hatten, nachmittags um fünf ein Restaurant zu finden.
Mit dem Flieger ging es dann wieder zurück und am Flughafen wurde dann sofort der Liveticker eingeschaltet und ins Taxi gesprintet, so dass wir zumindest noch die Verlängerung sehen konnten. Nach Jubel und Abschied von Thommy, der heute geflogen ist, ging es dann nach Hause. Das war's erstmal, ich versuche mal, das eingebildete oder reale Jucken und Kribbeln zu ignorieren und zu schlafen. Gute Nacht! Bis in weniger als einem Monat, wie Wencke heute festgestellt hat.
Dienstag, 8. Juli 2014
Kekse, Kekse, überall Kekse!
Kaum ist die eine Arbeit zu Ende, geht es gleich mit der nächsten los.
Letzte Woche Montag war also der erste Arbeitstag im Sommercamp an der Heidelbergschule. Wider Erwarten habe ich mich nicht verlaufen :D.
Bei dem Sommercamp "arbeiten" die Kinder in verschiedenen "Läden" und bekommen dafür am Ende der Woche ihren Lohn, acht Heideldollar, mit denen sie dann auf dem Flohmarkt sowohl gebrauchtes Spielzeug, Klamotten und Bücher kaufen können als auch Pizza und Kekse, die in den Läden hergestellt werden. Ich bin für die Kekse verantwortlich und ganz ehrlich, ich kann keine Schokolade mehr sehen :D. Ich arbeite mit Patricia zusammen, die aus Spanien kommt, aber ziemlich gut Deutsch spricht, weil sie als Erasmus-Studentin in Köln war. Alleine wäre das auch nicht zu schaffen, die Gruppen sind ziemlich groß und natürlich will jedes Kind am liebsten alles selbst machen. Es ist oft relativ chaotisch, aber irgendwie schaffen wir es immer, dass am Ende des Tages Buttergebäck, Cookies, Eis oder Schokocrossies hergestellt wurden, teilweise sogar mit Puderzucker verziert und die Sachen schmecken tatsächlich :D. Heute haben wir einen Kuchen gebacken, weil Patricia morgen Geburtstag hat, den dürfen die Erstklässler morgen dann noch mit Schokolade überziehen und dann geht es, wie jeden Mittwoch zum Schwimmen.
Am Donnerstag übernachten alle in der Schule, es gibt Kino und Minidisco, eine Wasserschlacht auf dem Fußballfeld und Pizza. Insgesamt werden wir alle 30 Stunden in der Schule und komplett tot sein. Sehr geschickt, dass Hanna und ich direkt danach nach Lanzarote fliegen ... Aber ich freue mich schon drauf :).
Am Wochenende war mehr los als erst gedacht, Fußball gucken und Rezepte austesten, wir haben uns zu dritt bei Thommy getroffen, der jetzt auch auf Reisen ist und nur nochmal kurz wiederkommt. Am Sonntag bin ich zu Hanna nach Arucas gefahren. Wir sind spontan wandern gegangen, von Arucas ans Meer und wieder zurück, wobei wir mal wieder unser Talent, Wege zu benutzen, die ins Nichts führen, unter Beweis gestellt haben. Aber dafür haben wir jetzt mal eine Bananenplantage von "innen" gesehen und wissen, dass unreife Bananen nach Gurke riechen und schmecken. Ziemlich eklig :D.
Gestern war ich mit Teresa, die leider wieder ausgezogen ist, einen Kaffee trinken und mehr neues gibt es eigentlich nicht. Fotos kommen noch.
Bis bald :)
Letzte Woche Montag war also der erste Arbeitstag im Sommercamp an der Heidelbergschule. Wider Erwarten habe ich mich nicht verlaufen :D.
Bei dem Sommercamp "arbeiten" die Kinder in verschiedenen "Läden" und bekommen dafür am Ende der Woche ihren Lohn, acht Heideldollar, mit denen sie dann auf dem Flohmarkt sowohl gebrauchtes Spielzeug, Klamotten und Bücher kaufen können als auch Pizza und Kekse, die in den Läden hergestellt werden. Ich bin für die Kekse verantwortlich und ganz ehrlich, ich kann keine Schokolade mehr sehen :D. Ich arbeite mit Patricia zusammen, die aus Spanien kommt, aber ziemlich gut Deutsch spricht, weil sie als Erasmus-Studentin in Köln war. Alleine wäre das auch nicht zu schaffen, die Gruppen sind ziemlich groß und natürlich will jedes Kind am liebsten alles selbst machen. Es ist oft relativ chaotisch, aber irgendwie schaffen wir es immer, dass am Ende des Tages Buttergebäck, Cookies, Eis oder Schokocrossies hergestellt wurden, teilweise sogar mit Puderzucker verziert und die Sachen schmecken tatsächlich :D. Heute haben wir einen Kuchen gebacken, weil Patricia morgen Geburtstag hat, den dürfen die Erstklässler morgen dann noch mit Schokolade überziehen und dann geht es, wie jeden Mittwoch zum Schwimmen.
Am Donnerstag übernachten alle in der Schule, es gibt Kino und Minidisco, eine Wasserschlacht auf dem Fußballfeld und Pizza. Insgesamt werden wir alle 30 Stunden in der Schule und komplett tot sein. Sehr geschickt, dass Hanna und ich direkt danach nach Lanzarote fliegen ... Aber ich freue mich schon drauf :).
Am Wochenende war mehr los als erst gedacht, Fußball gucken und Rezepte austesten, wir haben uns zu dritt bei Thommy getroffen, der jetzt auch auf Reisen ist und nur nochmal kurz wiederkommt. Am Sonntag bin ich zu Hanna nach Arucas gefahren. Wir sind spontan wandern gegangen, von Arucas ans Meer und wieder zurück, wobei wir mal wieder unser Talent, Wege zu benutzen, die ins Nichts führen, unter Beweis gestellt haben. Aber dafür haben wir jetzt mal eine Bananenplantage von "innen" gesehen und wissen, dass unreife Bananen nach Gurke riechen und schmecken. Ziemlich eklig :D.
Gestern war ich mit Teresa, die leider wieder ausgezogen ist, einen Kaffee trinken und mehr neues gibt es eigentlich nicht. Fotos kommen noch.
Bis bald :)
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